Heißluftballon

Noch heute findet man in China den Vorläufer des ersten Heißluftballons, der vor langer Zeit von Zhuge Liang erfunden wurde. Der kleine Ballon wurde von einer Kerze getrieben und erfüllte eine Funktion als Signal.

Der Unterschied zu den heutigen Heißluftballons liegt vor allem in der Größe, sodass ein Transport von Gütern oder Menschen damals noch nicht möglich war Allerdings funktionierte der kleine Ballon nach dem gleichen Prinzip wie die später entwickelten größeren Heißluftballons. Noch heute wird diese kleine Laterne zu besonderen Anlässen als Feuerwerk verwendet.

In Europa wurden die ersten Versuche einen Heißluftballon zu entwickeln von den Papierfabrikanten Joseph Michel Montgolfier und Jacques Étienne Montgolfier durchgeführt, die zunächst Wasserdampf verwendeten und erst nach ihrem Scheitern auf Heißluft umstiegen.

Charliere

Der Physiker Jacques Alexandre César Charles interessierte sich dagegen vor allem für die Physik des Ballonfahrens und ging die Sache daher von einer anderen Seite an. Statt Heißluft verwendete er Wasserstoffgas, das er in einen dichten Seidenballon, den er zusammen mit Anne-Jean Robert und Marie-Noel Robert entwickelte, füllte. 1783 startete schließlich der erste Gasballon, der zudem einen Durchmesser von vier Metern hatte und dementsprechend auch Güter von bis zu neun Kilogramm transportieren konnte. Somit konnte Charles beweisen, dass nicht der Rauch für den Auftsieg des Ballons verantwortlich war, wie die Brüder Montgolfier zunächst angenommen hatten.

Aufgrunddessen wurde der Wasserstoffgasballon nach ihm benannt und trägt seitdem den Namen Charliere.

Knapp drei Monate später startete Charles den ersten Flug, der auch Personen transportierte. Da die Wasserstoffgasballone über mehrere Stunden in der Luft bleiben konnten, während die Heißluftballone aufgrund von zu wenig Brennstoff schon nach kurzer Zeit wieder landen mussten, gewannen die Gasballone schnell die Überhand.

Roziére

Währenddessen beschäftigte sich der Physiker Jean-Francois Pilatre de Rozier damit, Traggas und Heißluft zu kombinieren. Als erster konstruierte er einen Ballon, der sowohl mit Heißluft, als auch Wasserstoffgas angetrieben wurde, indem er an einen Ballon, der aus einer mit Wasserstoffgas gefüllten Kugel bestand, einen beheizbaren Zylinder anfügte, der mit Luft befüllt war.

Bis heute trägt diese Konstruktion den Namen Roziére. Der erste Flug erfolgte 1785, endete jedoch tragisch. Durch die Heißluft wurde der Wasserstoff so stark erhitzt, dass Rozier ein Ablassventil betätigen musste, dass aus einem Hanfseil auf der Hülle bestand. Dabei unterschätzte er die Reibungselektrizität, die schließlich dazu führte, dass das ausströmende Wasserstoffgas sich entzündete und schließlich zum Absturz des Ballons führte. Sowohl Rozier als auch sein Mitfahrer Pierre Romain starben an der Absturzstelle.

Seitdem werden Roziere nur noch mit Traggasen gefüllt, die nicht brennbar sind. Der Vorteil dieser Ballone besteht darin, dass sie auch für mehrwöchige Reisen geeignet sind, während Heißluftballone oder Gasballone nur einige Stunden in der Luft bleiben können